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07.12.2004
E-Mail-Client Thunderbird 1.0 kostenlos erhältlich

Thunderbird mit RSS-Reader, Spam-Filter und globalem Eingangsordner

Das Mozilla-Team bietet ab sofort die fertige Version des E-Mail-Clients Thunderbird 1.0 für die Plattformen Windows, Linux und MacOS X kostenlos in deutscher Sprache zum Download an. Als Besonderheit verfügt Thunderbird über einen globalen Eingangsordner, einen RSS-Reader und eine Unterstützung von Erweiterungen, während der integrierte Spam-Filter schon als Selbstverständlichkeit für einen aktuellen E-Mail-Client gilt.

Thunderbird 1.0 unterstützt HTML-E-Mails, die Protokolle SMTP, POP3 sowie IMAP und besitzt entsprechende Filter, um E-Mails leicht automatisch sortieren zu können. Für eine leichte Übersicht lassen sich E-Mails innerhalb eines Ordners in verschiedene Gruppen unterteilen, indem diese etwa nach Datum, Absender oder Priorität sortiert werden. Bei einer Datumssortierung werden die E-Mails von gestern, vorgestern oder der letzten Woche in entsprechenden Gruppen zusammengefasst, um E-Mails leichter zu verwalten.

In Thunderbird können für ein E-Mail-Konto mehrere Benutzer angelegt werden, wobei der E-Mail-Client automatisch den angemessenen Benutzer auswählt, wenn E-Mails beantwortet oder weitergeleitet werden. Zudem steht ein globaler Eingangsordner bereit, in dem sich die E-Mails aus verschiedenen Konten sammeln lassen, um diese innerhalb eines Verzeichnisses bearbeiten zu können.



Für eine leichte Suche von E-Mails steht eine Suchleiste bereit, die gefundene Begriffe in einer E-Mail markiert, sowie ein spezieller Ordner, der sich gefundene Ergebnisse merkt, um diese jederzeit leicht abrufen zu können. Geschriebene Nachrichten korrigiert die MySpell-Korrektur, die auch von OpenOffice.org verwendet wird.

Über einen integrierten RSS-Reader lassen sich entsprechende RSS-Feeds verwalten, um so über aktuelle Neuigkeiten auf Webseiten oder Weblogs informiert zu werden. Der Spam-Filter in Thunderbird lässt sich umfassend konfigurieren und anpassen, um so der E-Mail-Werbeflut leicht Herr werden zu können. Aus Sicherheitsgründen und um eine Wurm-Infektion zu verhindern, werden in E-Mails eingebettete Bilder nicht automatisch geladen.



Das Mozilla-Team will einen Wechsel von anderen E-Mail-Clients dadurch erleichtern, dass entsprechende Import-Filter für Mail-Verzeichnisse, Adressbücher und getätigte Einstellungen von E-Mail-Anwendungen wie Mozilla, Netscape, Outlook Express, Outlook oder Eudora integriert sind.

Leider fehlt auch Thunderbird 1.0 - eine Art Spezialität der Mozilla-Applikationen - eine Funktion, um E-Mails umzuleiten, so dass man von Haus aus empfangene Nachrichten nur weiterleiten kann. Immerhin lässt sich die Funktion über eine Erweiterung nachrüsten, die allerdings nicht in der Mozilla-Erweiterungsseite auftaucht, sondern die nur über eine separate Webseite erhältlich ist, die man erstmal finden muss.

Thunderbird 1.0 steht - zumindest auf den ftp-Servern - ab sofort für Windows, Linux und MacOS X kostenlos in deutscher Sprache zum Download bereit. Bis Redaktionsschluss war die Thunderbird-Produktseite noch nicht angepasst, so dass man darüber nur die englischsprachige Version von Thunderbird 1.0 erhält.

(Quelle: golem.de)